Rasseportrait

Cesky Terrier

für Bilder: Ceskys und G-Wurf (Cesky Wurf 02/2004)

Allgemeines

Beim Cesky-Terrier handelt es sich um eine verhältnismäßig junge Rasse, sie wurde erst im Jahre 1963 von der FCI (Federation Cynologi­que Internationale) anerkannt.

Sein Schöpfer ist Herr Frantisek Horak, in Klanovice/CSFR lebend. Die meisten Terrier­ Rassen sind britischen Ursprungs, nicht so der Cesky-Terrier, sein Name verrät dies schon, er wird als der Nationalhund der CSFR betrachtet. Die Ursprungsrasse des Cesky-Terrier sind ausschließlich der Sealyham- und der Scottish­Terrier, deren ursprünglich hervorragende Jagdeignung Herrn Horak veranlassten, aus beiden eine neue Rasse entstehen zu lassen. Ihm schwebte ein bestens pigmentierter Hund vor, der leichter als seine beiden Ausgangsrassen sein sollte, dazu V-förmige Ohren und eine unkupierte Rute haben sollte. Viele Fehlschläge, Geduld und wieder neue Experimente waren erforderlich, bis die Rasse endlich anerkannt werden konnte.

Wesensart

Gute Eignung als Raubwildjäger, sowohl unter als auch über der Erde. Im Umgang mit Raub-wild wird er als hart und zäh, jedoch nicht kopflos aggressiv beschrieben. Anderen Hunden gegenüber ist er nicht angriffslustig, als Haushund sehr anhänglich, als Spielkamerad für Kinder angenehm, kein Kläffer. Der Cesky ­Terrier tobt sich gern im Spiel mit Artgenossen aus, Spiel und Bewegung sind außerordentlich wichtig. Ceskies sind äußerst gute Futterverwerter und leidenschaftliche ,,Fresser", die bei ungenügendem Auslauf schnell dick werden. Infolge von Größe und Gewicht ist er ein idealer Haushund und eignet sich nur bedingt zur Zwingerhaltung. Seine leichte Führigkeit macht ihn auch zu einem guten Hund für Anfänger, denn seine Erziehung macht keine Probleme.

Wichtigste Standardpunkte

Verhältnismäßig langer Kopf, Oberkopf flach, in der Augenregion schmaler, Wangenpartie kräftig, geringer Stirnabsatz, Fang kräftig und etwa gleichlang wie Oberkopf. Augen mittelgroß, je nach Haarfarbe dunkel bis leberfarben. Ohren V-förrnig, nach vorn fallend, seitlich der Wangenpartie getragen, die Ohröffnung gut verschließend. Die obere Kante der Ohren ist höher als der Schädel, dieser soll nicht rund erscheinen. Scherengebiß erwünscht, Zangengebiß erlaubt. Mittellanger Hals, ebenso mittel-langer Körper, ebener Rücken, über den Lenden leicht gewölbt. Die Rute nicht zu hoch angesetzt und nur bei Aufmerksamkeit horizontal oder säbelförmig getragen. Brustkorb nicht zu tief, gute Rippenwölbung. Vorderläufe gerade, Hinterhand stark bemuskelt und gut gewinkelt; Sprunggelenke ziemlich hoch über dem Boden. Vorderpfoten größer als Hinter-pfoten, dicke Ballen. Ellenbogen sollen gut anliegen, jedoch frei in der Bewegung sein. Die freien Bewegungen der Gliedmaßen sind sehr wichtig, da sie einen guten Lauf ermöglichen. Weiches Haar, seidenglänzend, gelockt bis gewellt, alle Schattierungen von hellgrau bis dunkelgrau, ebenso alle Schattierungen in braun, diese Hunde haben dann auch braune Nasen und Lefzen. Gelbe, graue und weiße Markierungen an Kopf, Hals, Brust und Pfoten sind erlaubt, das ,,Weiß" darf jedoch nicht mehr als 20% der Körperfläche ausmachen.

Größe und Gewicht:

zwischen 27 (Hündinnen) und 30 (Rüden) cm Schulterhöhe, 6-9 kg

Der Cesky-Terrier wird regelmäßig geschoren

Für einen Ausstellungshund selbstverständlich, aber auch für den Haushund nützlich; das feine, seidige Haar verfitzt sonst sehr schnell. Tägliches Kämmen, insbesondere der Bart- und Bauchhaare ist ratsam. Ansonsten ist zu empfehlen, den Cesky-Terrier regelmäßig etwa alle 8-10 Wochen zu scheren.

Quelle: KLUB FÜR TERRIER